REpower

In turbulenten Zeiten ist die stete Abstimmung zwischen Top-Management und Führungskräften unverzichtbarer denn je. Für die REpower Systems AG, einen der Shootingstars des Erneuerbare-Energie-Sektors, strukturierte Metaplan den Dialog.

Rückgänge bei den Aufträgen. Ein Markt, der sich binnen weniger Monate komplett dreht. Lieferengpässe, gefolgt von Produktionsüberschüssen - der Begriff „Wechselbäder" wäre für das, was die Erneuerbare-Energie-Branche derzeit durchlebt, eine echte Verharmlosung.

Auch die REpower Systems AG bleibt von den Turbulenzen nicht verschont. Auf der Managementkonferenz der Renewables Company im Herbst 2008, die von Metaplan vorbereitet und begleitet wurde, waren die Vorzeichen für das Unternehmen sehr optimistisch. Das Hamburger Unternehmen, erst 2001 aus einem Zusammenschluss dreier Hersteller hervorgegangen, war binnen weniger Jahre zum drittgrößten deutschen Windenergieanlagenproduzenten aufgestiegen. Im Gefolge der Finanzkrise wuchs die Unsicherheit darüber, wie man diese Zeiten so übersteht, dass man gestärkt aus ihnen hervorgeht.

„Renewables-Unternehmen wie REpower stecken momentan in einer geradezu schizophrenen Situation", erklärt Metaplan-Partner Kai Matthiesen, „einerseits müssen sie kurzfristig Liquidität sichern und Kosten kontrollieren. Andererseits müssten sie im Hinblick auf künftiges Wachstum eigentlich massiv in Forschung und Marktentwicklung investieren. Sie müssen also bremsen und gleichzeitig Vollgas geben. Eine solche Zerreißprobe lässt sich nur mit einer klaren und von allen Beteiligten gemeinsam getragenen Strategie überstehen."

Um genau diese Strategie in stürmischer Zeit ging es bei der jüngsten Managementtagung, für die im Herbst 2009 der REpower-Vorstand mit der Führungsmannschaft aus den Unternehmensfunktionen und Ländern in Warnemünde zusammenkam. Im Vorfeld hatten Metaplan-Berater gemeinsam mit dem REpower-Vorstand die strategischen Schwerpunkte für die nahe Zukunft formuliert. Wie kann REpower auf die Nachfrageschwäche reagieren? Wie lässt sich trotz der aktuellen Marktkrise eine langfristige Perspektive entwickeln? Was bedeutet der geplante Wandel vom Anlagenhersteller zum Solution-Provider für die Organisation? Fragen wie diese wurden in Warnemünde zwischen REpower-Vorstand und -Managern diskutiert.

Auf diese Weise, meint Matthiesen, erfülle eine Managementkonferenz immer eine doppelte Funktion: Einerseits diene sie der Information und Abstimmung zwischen den Führungskräften. Und sei damit in turbulenten Zeiten wichtiger denn je. Andererseits biete sie für jeden Beteiligten einen Anlass, seine Position und Strategie zu überdenken und klar zu formulieren.

Dass die Zeichen bei REpower trotz Gegenwind weiter auf Wachstum stehen, verdeutlichten zwei Ereignisse im Anschluss an die Managementtagung: Ende November wurde das Unternehmen vom Wirtschaftsclub Rhein-Main e.V. und der Bundesagentur für Arbeit mit dem deutschen Arbeitsplatzinvestorpreis ausgezeichnet, nachdem es seine deutsche Mannschaft innerhalb eines Jahres um fast ein Drittel vergrößert hatte. Nur einen Tag später unterzeichnete das Management in Kanada einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 477 Windenergieanlagen. Vereinbarte Gesamtleistung: bis zu 954 Megawatt.

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18.11.2009