Idealerweise ist eine Konferenz kein isoliertes Ereignis, das zu regelmäßigen Anlässen zelebriert wird. Die Konferenz ist eine hochwirksame Interventionsform in Veränderungsprozessen, wenn sie richtig eingesetzt wird. Auf Konferenzen werden Vorarbeiten zusammengetragen, bewertet und neu gebündelt. Gleichzeitig werden die Weichen für die Zukunft gestellt und neue Denkmuster und Sichtweisen in der Organisation verankert. Grossgruppenmoderation wird dadurch zu einem wichtigen Instrument für alle Changeprozesse.
Will man sicherstellen, dass sich etwas bewegt, sollte etwa ein Drittel der Teilnehmer durch Interviews und Sondierungsgruppen in die Planung der Grosskonferenz eingebunden werden. Kommt es eher darauf an, erste Denkanstöße zu geben oder den Beginn einer Auseinandersetzung zu initiieren, ist häufig auch weniger Aufwand ausreichend. Deshalb sind die Absichten und Beweggründe, die den Auftraggeber einer Konferenz bewegen, am Beginn des Prozesses genauestens herauszuarbeiten. Meist ist es sinnvoll, nach einer kurzen Reihe von Sondierungsgesprächen in der Organisation noch einmal die Richtung zu korrigieren.
Soll Wandel sich nachhaltig etablieren, darf man es aber nicht bei der einen großen Konferenz belassen. Die dort formulierten Initiativen müssen nachgehalten und vorangetrieben werden. Dies macht eine deutliche Einbindung bzw. Nachdruck durch die oberste Führungsebene nötig. Idealerweise etabliert sich ein Prozess, in dem durch regelmäßige Treffen der Fortgang der verschiedenen Initiativen kontrolliert und ggf. angepasst wird. Über die Fortschritte sollte dann berichtet werden - am besten wieder in der Form einer Großkonferenz.