Strategien entwickeln

Klassischerweise werden Strategien als ökonomisch orientierte und rational geplante Konzepte aufgefasst. Dies greift zu kurz. Diskursive Beratung versteht Strategien als Aktionskurse für die Zukunft, die neben ökonomischen auch außerökonomische Ziele verfolgen. Berücksichtigt werden müssen dabei organisationale Strukturen, Stakeholder-Interessen, Macht- und Mikropolitik.

Bereits in der Entwicklungsphase von Strategien braucht man Verständigungsprozesse, um diese Komplexität hinreichend aufzugreifen. Das gelingt nur unter Einbezug der lokalen Rationalitäten der unterschiedlichen Funktionen und Führungskräfte. Im Diskurs werden geschlossene Denkgebäude geöffnet, neue Einsichten gewonnen und konträre Positionen aufeinander zugeführt. Ein Aushandlungsprozess ist notwendig, um eine einheitliche Vorgehens- und Kommunikationsweise sicher zu stellen.

Auch für die Umsetzung sind Diskurse notwendig. Um der Umsetzungsfalle zu entgehen, muss man denjenigen, die man zur Umsetzung braucht, ein Forum zur Auseinandersetzung bieten. Diskurse führen bei den Beteiligten dazu, sich die Strategie zu eigen zu machen und Bereitschaft zur Mitwirkung zu entwickeln.

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